Kaschmir-Ziegenhaar

„Kaschmir" klingt in unseren Ohren fast magisch. Die meisten Menschen verbinden mit Kaschmir-Wolle hochwertige Bekleidung oder Decken - fein, warm und federleicht.

Neben der feinen, körpernahen Wolle gibt es auch robustes Kaschmir-Ziegenhaar, das Deckhaar, das für die Herstellung der tretford-Teppichböden eingesetzt wird.

Lieferanten dieser Materialien sind die Kaschmirziegen, die wenig Ähnlichkeit mit der gewöhnlichen Hausziege Europas haben. Diese Tiere sind groß, schlappohrig und haben ein langes Haarkleid.

Sie leben draußen auf den Hochplateaus Asiens und sind dort extremen Temperaturen ausgesetzt. Im Winter kann es bis zu minus 40°C kalt – im Sommer bis zu 30°C warm werden.


Im Herbst produzieren die Ziegen die feine körpernahe Wolle, um sich vor der extremen winterlichen Kälte zu schützen. Im Frühjahr stößt die Ziege ihr Haar für die warme Jahreszeit ab. Dies ist die Zeit, in der die feine, flauschige Unterwolle sorgsam mit der Hand herausgekämmt wird. Je nach Tiergröße und -art wird auf diesem Weg zwischen 150 und 200 Gramm Wolle gewonnen. Sie gehört zu den feinsten Tierhaaren überhaupt, deutlich feiner als die dünnste Schafwolle.

Das robuste Deckhaar wird bei der Herstellung unserer hochwertigen Teppiche eingesetzt. Es wird in Handarbeit und schonend gewonnen. So wird die Kaschmirziege nicht verletzt und behält ausreichend Haar, um im Hochplateau zu überleben.

Es werden keine Tiere geschlachtet, um Haar oder Wolle zu gewinnen. Das Haar von toten Tieren ist eine tote Faser und nicht für die Produktion hochwertiger Produkte geeignet.

Das Deckhaar besitzt einzigartige Eigenschaften, die sich in den tretford-Produkten wiederfinden. Es ist robust, strapazierfähig und, dank seiner schmutzabweisenden Eigenfettschicht, leicht zu pflegen. Durch die besondere Struktur der Kaschmirwollfaser ergibt sich nach einer Färbung ein brillant leuchtender Farbton.